Kräutergarten anlegen – mein eigener Kräutergarten

26.08.2016 | Wissen rund um gesunde Ernährung

Wer wirklich in die wunderbare Welt der Kräuter einsteigen will, sollte sich seinen eigenen Kräutergarten anlegen.

Wer gerne selber kocht und dabei nicht nur Büchsen und Tüten öffnen will, der  kommt an frischen Kräutern nicht vorbei. Petersilie, Schnittlauch, Koriander und Co. geben den einfachsten Gerichten ein feines und unverwechselbares Aroma und Ihren Küchenkreationen eine ganze Welt von Geschmacksnuancen, die über das banale scharf, süß, sauer, salzig weit hinausgehen. Doch woher nehmen? Für alle, die keinen eigenen Garten vor der Tür haben, ist der eigene Kräutergarten auf dem Balkon, der Terrasse oder sogar auf dem Fensterbrett eine echte Alternative.

Natürlich geht’s auch ohne Kräutergarten …

Auch Nichtgärtner müssen freilich auf Küchenkräuter nicht verzichten. Es gibt Sie als Pflanze im Topf, gehackt und eingefroren in der Kühltheke oder getrocknet im Glas in jedem Supermarkt oder gar Discounter. Der Nachteil: Meist beschränkt sich die Auswahl auf wenige Kräuterklassiker oder fertige Mischungen, sodass dem Kräuterneuling die Vielfalt der unterschiedlichen Kräuter und ihrer Verwendung doch eher verborgen bleibt. Wer sich wirklich auf die Welt der Kräuter einlassen will, tut gut daran, seinen eigenen kleinen Kräutergarten anzulegen.  Durch eigene Aufzucht entwickelt man schnell eine echte Beziehung zu seinen Schützlingen, und lernt ihre individuellen Eigenschaften schnell kennen und schätzen.

Ein Kräutchen macht noch keinen Kräutergarten

Die meisten unter uns werden schon einmal traurige Erfahrung mit dem spontan im Supermarkt mitgenommenen Basilikumtöpfchen gemacht haben.  Nach dem ersten Caprese mit Tomaten und Mozzarella steht das halb gerupfte Bäumchen noch voll im Saft, doch nach wenigen Tagen auf dem Balkon werden trotz eifrigen Gießens die Blätter welk und blass. Das Projekt Kräutergarten endet bevor es begonnen hat. Obwohl die meisten Küchenkräuter recht pflegeleicht sind, gibt es doch so einiges zu beachten, damit Sie auch zuhause auf dem Balkon oder auf dem Fensterbrett gedeihen.


Basiswissen für Ihren Kräutergarten auf dem Balkon

Zu jedem Kräutlein gibt es einiges, was Sie wissen sollten, damit es sich auch im eigenen Kräutergarten wohl fühlt. So braucht Basilikum viel Wärme und Sonne, aber keine pralle Mittagssonne.  Die Pflanze mag es leicht feucht, zu viel Nässe verträgt sie wiederum nicht.  Erste Orientierung kann eine Einteilung nach Gruppen geben: So entfalten sich mediterrane Kräuter wie Lavendel, Thymian, Salbei oder Rosmarin bei direkter Sonneneinstrahlung am besten. Sie kommen mit relativ wenig Wasser aus und können deshalb auch nebeneinander z.B. in einem Blumenkasten gepflanzt werden. Dagegen fühlen sich heimische Kräuter wie Schnittlauch und Petersilie eher im Halbschatten wohl. Kraut ist also nicht gleich Kraut – und das ist auch gut so. Glücklicherweise bieten der Buchhandel und das Internet eine Fülle an nützlichem Wissen für Ihren Kräutergarten.


Tipps zur Pflege: Damit es mit dem grünen Daumen garantiert klappt und Sie schon bald Ihre frischen Kräuter ernten können:
Wenn Sie verschiedene Sorten von Kräutern anpflanzen möchten sollte Sie in erster Linie darauf achten ob diese auch zusammen passen bzw. ob diese nebeneinander angepflanzt werden können. Informieren Sie sich im Vorfeld genau welche Kräuter zusammen passen, um ein schnelles eingehen zu vermeiden.


Diese passen zusammen:
Majoran, Dill, Petersilie und Schnittlauch passen perfekt zu Kamille. Rosmarin, Basilikum und Thymian können Sie ebenfalls ohne Bedenken nebeneinander pflanzen, des Weiteren fühlen sich Estragon, Fenchel und Koriander in der Gesellschaft von Thymian sehr wohl.

Darüber hinaus ist wichtig einjährige und zweijährige Kräuter jeweils zusammen zu pflanzen und nach Wasserbedarf und Standortwahl zu gruppieren. Pflanzen Sie ausschließlich Kräuter die mit den klimatischen Gegebenheiten klarkommen.

Ihre Kräuter sollten unabhängig davon ob sie im Kräuterbeet, im Topf auf der Fensterbank oder auf dem Balkon stehen, regelmäßig gegossen und gedüngt werden. Gießen Sie am besten morgens, an heißen Tagen auch zwei Mal pro Tag. Die Häufigkeit des Düngens hängt individuell von der Pflanzart und der Kräuterart ab. 

Anpflanzen im Hochbeet

Wenn es Ihr Platz zulässt pflanzen Sie Ihre Kräuter im Hochbeet. Sie vermeiden dadurch den Befall von Schnecken, Wühlmäusen oder sonstigen Ungeziefer, darüber hinaus bietet das Hochbeet Kräutern, die viel Wärme mögen, optimale Wachstumsbedingungen. Stellen Sie Ihr Hochbeet an einen Platz in sonniger Lage, dort gedeihen ihre Kräuter schnell heran. Achten Sie auch auf die Auswahl der Erde, Majoran, Rosmarin und Thymian mögen am liebsten Boden der mit Sand vermischt wurde (nährstoffarm, etwa ein Drittel).

Beachten Sie auch die Wuchshöhe der Kräuter, die hochwachsenden sollten nach Norden eingepflanzt werden. Halbhohe Kräuter werden in der Mitte platziert und die niedrigen idealerweise in Richtung Süden. Ein abschließender Tipp, gießen Sie Ihre Kräuter regelmäßig, da die Temperatur im Beet etwas höher ist als im normalen Boden.


Fazit: Natürlich genießen mit dem eigenen Kräutergarten

Wer die ersten Erfahrungen mit dem Kräutergarten gemacht hat und seine Zöglinge Schritt für Schritt besser gedeihen sieht, wird schnell Spaß daran finden, seinen Küchenzettel durch Zutaten aus eigener Herstellung verfeinern zu können.  Probieren Sie’s aus.  Nichts schmeckt so lecker wie ein selbst gekochtes Gericht mit Kräutern aus dem eigenen Kräutergarten.

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